Selbst-Coaching

Aktualisiert: 30. Sept.

Wie erfolgreiches Selbstcoaching Sie in Ihrer Entwicklung unterstützen kann.



Vielleicht haben Sie den Begriff Selbst-Coaching schon einmal gehört und möchten es selbst einmal ausprobieren? Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über Methoden und Möglichkeiten des Selbst-Coachings.


Was ist Selbst-Coaching?


Beim klassischen Coaching gibt es einen außenstehenden Coach, der seinem Klienten, den Coachee, Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Beim Selbst-Coaching fallen die Rollen „Coach“ und „Coachee“ (derjenige, der sich coachen lässt) zusammen. Selbst-Coaching wird also im Gegensatz zum klassischen Coaching alleine durchgeführt und dient durch Selbstreflexion der eigenen Weiterentwicklung und Erwerbung von Fähigkeiten, um die eigenen Ziele zu erreichen.


Der Führungskräfte-Coach Roland Jäger definiert Selbst-Coaching als „die selbsteingeleitete Analyse und Optimierung der persönlichen Kompetenz.“ Es bedeutet also ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Es ist die Befähigung, intuitives Wissen aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu rufen und somit eine Reise ins Ich anzutreten.


Selbst-Coaching basiert auf der Prämisse, dass Sie selbst der Experte bzw. die Expertin für Ihr Thema, Ihr Problem oder Ihr Anliegen sind. Durch den Einsatz zielgerichteter Methoden können Sie so also für Ihre Probleme Ihre eigenen Lösungen entdecken. Die Fähigkeit sich selbst zu coachen, kann eine wichtige Ergänzung des eigenen Werkzeugkastens für die Persönlichkeitsentwicklung sein.


Viele Menschen stellen den Begriff Selbst-Coaching mit dem Begriff „Selbsthilfe“ gleich. Dabei gibt es durchaus einen wesentlichen Unterschied: Während man bei „Selbsthilfe“ Anweisungen und Ratschlägen von anderen Personen nachgeht, bestimmt beim Selbst-Coaching allein der „innere Coach“, wie man bestimmte Situationen oder bestimmtes Verhalten anders angeht.


Selbst-Coaching geht weit über das reine Selbstmanagement hinaus. Es setzt dort an, wo Wille und Disziplin ihre Grenzen haben. Selbstcoaching dient vor allem der Persönlichkeitsentwicklung.

Selbst-Coaching kann überall dort angewendet werden, wo man sich über seine eigenen Wünsche und Ziele klar werden möchte. Weiterhin können durch ein Selbstcoaching konkrete Schritte geplant werden und Fehler analysiert, wie auch behoben werden.


Kritiker betonen übrigens, dass schon das Wort Selbstcoaching ein Widerspruch in sich ist. Ein Coaching lebt ja davon, dass der Coachee durch seinen Coach Tools und Impulse sowie eine neutrale Sicht auf die Dinge an die Hand bekommt.


 

Hier kostenlos 40 Fragen zum Selbst-Coaching downloaden:


Fragen Selbstcoaching
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Vorteile des Selbst-Coachings


Sich selbst zu coachen kann in unzähligen Varianten erfolgen. Besonders zu Beginn eines Coachingprozesses bringt gezieltes Selbstcoaching einige Vorteile mit sich und kann im späteren Verlauf mit einem professionellen Coach vertieft werden.


Die Vorteile auf einen Blick:

  • Selbst-Coaching ist kostengünstig und erfordert zunächst nur Zeit.

  • Da die Durchführung von Methoden ohnehin zum Coachingprozess gehört, bietet es einen guten Einstieg in die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

  • Sie fördern Selbstreflexion und Selbsterkenntnis, was auch in externen Coachings hilfreich ist.

  • Sie können kleinere Herausforderungen selbst in die Hand nehmen und die Kontrolle über Ihre eigenen Erfolge behalten.

  • Sie stärken Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstwertgefühl.

  • Ihre Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten werden ebenso davon profitieren.


 

Als Coach unterstütze ich Ihr Selbst-Coaching mit meinem "Coaching To Go" Angebot:



 


Selbstcoaching: die eigene Persönlichkeitsentwicklung gestalten


Die Phasen des Selbst-Coaching


Ein Selbst-Coaching sollte aus folgenden 3 Schritten bestehen:


  1. Definition der Probleme und Herausforderungen

  2. Sortieren der Gedanken und Emotionen und Definition der eigenen Ziele

  3. Lösungen finden und erste Schritte bestimmen


Diese Schritte können mit verschiedenen Tools unterstützt werden.



"Deine Arbeit ist es, dich selbst zu entdecken, mit all deinem Herzen, und dich dir selbst hinzugeben." (Buddha)


Tools und Methoden für Ihr Selbst-Coaching



Das GROW Modell


Ein bekanntes Tool für Ihr Selbst-Coaching ist das GROW-Modell des ehemaligen Rennfahrers und Coaching Pionier John Whitmore. Dieses Modell basiert auf bestimmten Fragen, um alle relevanten Bereiche abzudecken und den Prozess zu strukturieren.


Die 4 Phasen des (Selbst-)Coaching nach GROW sind:


Goal (Orientierungsphase): Wo stehe ich aktuell? Wo möchte ich hin? Welche Ziele möchte ich definieren? PS: es empfiehlt sich, Ziele in der „SMART“-Methode zu formulieren (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert).

Reality (Klärungsphase): Überprüfung des Ist-Zustandes: Wie ist die momentane Situation? Was soll geändert werden? Was passiert gerade? Was habe ich schon probiert? Was gibt es zu beachten?

Options (Lösungsphase): Was könnte ich tun? Welche Ressourcen habe ich? Welche Lösungsmöglichkeiten sehe ich? Es werden möglichst viele alternative Lösungswege und Strategien gesucht, ohne auf die Machbarkeit zu schauen.

Will (Abschlussphase): Was werde ich tun? Was sind die nächsten Schritte? „Way forward Planung“ - Hier wird konkret geplant und die ersten Schritte werden definiert.



 

Hier können Sie ein "GROW Selbstcoaching Canvas" downloaden und die Methode ausprobieren:



 


Journaling

Ein weiteres populäres und auch einfach anzuwendendes Tool für Ihr Selbst-Coaching ist das Journaling. Ein Journal zu führen ähnelt zwar dem Tagebuch führen, geht aber noch ein Stück weiter. Journaling ist wunderbar für das schriftliche Reflektieren von Impulsen, Emotionen und Gedanken geeignet. Es kann genutzt werden, um die Vergangenheit, die Gegenwart und auch Zukunftspläne zu analysieren bzw. festzulegen.


Es gibt verschiedenen Methoden des Journalings, wie z. B.:

● Dankbarkeitstagebuch

● Morgenseiten

● Erfolgstagebuch

● Bullet Journal

● Das 5-Minuten-Journal


Mögliche Fragen, die Sie sich in ihrem Journal stellen können, sind:

● Wofür bin ich dankbar?

● Wie kann ich heute meinen Zielen näher kommen?

● Was habe ich heute gelernt?

● Was mache ich morgen anders/besser?

● Welche Ziele möchte ich morgen/diese Woche/ diesen Monat erreichen?


Im Journal kann auch das agile Tool des Rückblicks (Retrospektive) z. B. am Ende der Woche, genutzt werden.


Hier sind folgende Fragen hilfreich: