Design Thinking

Aktualisiert: 29. Aug.

In sechs Schritten innovative Lösungen entwickeln



Mit der Design Thinking Methode können Sie neue Ideen für Produkte, Dienstleistungen oder das Geschäftsmodell entwickeln oder aber auch die bestehenden besser auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zuschneiden.


Design Thinking ist auf der einen Seite eine strukturierte Kreativitätstechnik und auf der anderen Seite eine agile Produktentwicklungstechnik. Als Methode wurde Design Thinking vom Stanford Professor Larry Leifer, dem Informatiker Terry Winograd und David Kelley von der Stanford University begründet. In Deutschland steht die Methode eng verbunden mit dem Hasso Plattner Institut in Potsdam.


Design Thinking steht für absolute „Customer Centricity“ – der Nutzer bzw. Anwender steht mit seinen Bedürfnissen und „Problemen“ fortwährend in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses. Das Design Thinking Team betrachtet, entwickelt und testet immer wieder neu, bis sich ein für den potentiellen Anwender optimiertes Ergebnis herauskristallisiert. Das Produkt, das entsteht, soll die Kundenbedürfnisse befriedigen, wirtschaftlich wie auch technisch umsetzbar sein. Es geht also um Innovation, die eine Schnittmenge aus Attraktivität, Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit ist.


Design Thinking ist zugleich Methode und Denkansatz. Es kombiniert Herangehensweisen aus dem Design und der Ethnografie. Die zentralen Elemente für eine erfolgreiche Anwendung des Ansatzes sind multidisziplinäre Teams, der sechsstufige Design Thinking-Prozess sowie das Schaffen flexibler Räume.

Insofern ist Design Thinking im Gegensatz zu anderen Produktentwicklungsmethoden menschenzentriert und iterativ, d. h. die Phasen können beliebig oft wiederholt werden. Dieses iterative Vorgehen, also schrittweise und mit der fortwährenden Option, noch einmal einen Schritt zurückzugehen und Sichtweisen zu korrigieren, fördert die interaktive und produktive Zusammenarbeit und liefert gleichzeitig schnelle Ergebnisse.


Der Design Thinking Prozess kann in sechs Phasen unterschieden werden, die wiederum in einen "Problemraum" (den User kennenlernen und verstehen, das Problem durchdringen etc.) und "Lösungsraum" (Erarbeitung von Prototypen und Testing) differenziert werden.






Das sind die 6 Phasen des Design Thinking Prozesses:


  1. Das Problem verstehen und definieren: Liste mit Hypothesen, wie sich das Problem momentan deinen Kunden darstellt.

  2. Beobachten und Kundenbedürfnisse verstehen: Wie stellt sich das Problem wirklich dar? Wie löst der Kunde das Problem momentan?

  3. Sichtweise definieren: Was haben wir aus Phase 2 gelernt? Welches konkrete Problem bzw. welchen Aspekt wollen wir mit unserem Produkt lösen? Es wird weiterhin eine Persona, also ein imaginärer Wunschkunde, definiert.

  4. Ideen entwickeln: Hier wird mit Kreativtechniken wie Brainstorming Ideen gesammelt und visualisiert. Die Ideen werden immer mit den Kundenbedürfnissen abgeglichen.

  5. Prototypen bauen: Mit einfachen und idealerweise wiederverwendbaren Mitteln werden Prototypengebastelt. Der Prototyp ist zweckmäßig und stellt noch nicht das fertige Produkt dar.

  6. Testen des Prototypen: Es wird Feedback und Verbesserungsvorschläge eingeholt. Die Testkundinnen werden genau beobachtet und die Reaktionen ebenso wie Fragen genauestens notiert.


Danach gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder geht man wieder zum Anfang, da es neue Erkenntnisse gab, die in den ersten Phasen eingearbeitet werden muss. Oder die Erkenntnisse werden zur Verbesserung des Prototypen benutzt. Das Produkt ist aber erst fertig, wenn der Großteil der potenziellen Kunden damit zufrieden ist.


Design Thinking basiert auf der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Dank der Interdisziplinarität arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Arbeitsbereichen mit unterschiedlicher beruflicher Sozialisierung, Sichtweisen und Gewohnheiten am Produkt zusammen. So fließen viele verschiedene Perspektiven in den Prozess mit ein, was vornehmlich dem Produkt zugute kommt, aber auch den Prozess spannend und inspirierend gestaltet.


Weiterhin brauchen Sie für einen Design Thinking Prozess: Zeit (und einen Timer!) sowie vielfältiges Bastel- und Alltagsmaterialien: bunte Post-It’s, Buntpapier, Stifte, Kleber, Schnüre, Stoffe, Eierpackungen, Holz, Büroklammern, Puschel, Gummis, Stäbchen, Patronen, Kartuschen, Kartons, Tischtennisbälle, usw.. Auch Lego, kleine Autos, Figuren, Bausteine können nützen. Alles, was inspiriert und zum Bauen anregt, ist gut.


Durch den Prozess sollte idealerweise ein Moderator führen, bei größeren Gruppen kann auch ein Co-Moderator zur Unterstützung sinnvoll sein. In größeren Gruppen kann auch in Kleingruppen a 5 – 8 Personen gearbeitet werden, die unter sich in den Prozess gehen und zwischendurch in den Ergebnisaustausch gehen.



 

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