Scheitern ist eine Stärke

Aktualisiert: 29. Aug.

Wieso man als Führungskraft und Unternehmer auch mal scheitern sollte!


Viele von uns sehen das Scheitern als Aufgeben oder Niederlage und verurteilen sich dafür. Dabei gehört Scheitern zum Leben und zur persönlichen Weiterentwicklung dazu. So müssen z. B. Kinder mehrere hundertmal fallen oder stolpern bevor sie wirklich gut laufen können. Und: Geben diese Kinder auf? Nein, natürlich nicht, sonst würde sich ein Großteil der Menschheit krabbelnd durch die Gegend bewegen.


Unter Scheitern versteht man, wenn ein durch eine Handlung intendiertes Ziel nicht erreicht wird, wenn also etwas misslingt und nicht den erwünschten, angestrebten Erfolg hat.

Meist wird der Begriff eher mit einer negativen Konnotation benutzt, d. h. als Vorhalt und Vorwurf, dass etwas oder jemand keinen Erfolg hatte. Dabei kann in der Regel nur derjenige scheitern, der aktiv wird und etwas überhaupt versucht. Ohne solche Versuche gäbe es Stillstand. Aus einem Scheitern kann aber ein Erfolg werden, meist durch eine neue Anlage und durch veränderte Strategien.


Fun Fact: im schwedischen Helsingborg gibt es ein "Museum des Scheiterns" in dem rund 70 nicht erfolgreiche Erfindungen ausgestellt sind.



Darum kann Scheitern auch vorteilhaft sein:

  • Man kann und muss aus Fehlern lernen.

  • Fehler machen uns sozialer und emphatischer.

  • Idealerweise fragt man sich nach dem Scheitern in einer Art Retrospektive (=Rückschau): Wozu war das gut? Was mache ich das nächste Mal besser oder anders?

  • Man lernt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

  • Man lernt, sanfter mit sich und seinen Fehlern umzugehen.

  • Resilienz wird gefördert, wenn man die vorherigen Punkte beachtet.

  • Es gilt der Grundsatz: Lieber Entscheidungen selber treffen als passiv vom Leben überrollt zu werden. Und: Wer aktiv handelt, kann auch scheitern.




Interessanterweise ist das persönliche Scheitern bei uns in der westlichen Gesellschaft deutlich akzeptierter als das unternehmerische Scheitern. In einer Studie von Prof. Dr. Andreas Kuckertz von der Universität Hohenheim wurden über 2.000 Deutsche im Alter von 18 bis 67 Jahre zum Thema Scheitern befragt. Nur 50 % der Befragten konnten dem Scheitern im unternehmerischen Umfeld etwas Positives abgewinnen.[1]


Einige bekannte Beispiele für erfolgreiches Scheitern: [2]


  1. Walt Disney wurde wegen Mangels an Ideen von einem Zeitungsherausgeber gefeuert und ging auch mehrere Male bankrott, bevor er Disneyland erbaute.

  2. Albert Einstein sprach erst als er vier war und konnte erst mit sieben lesen. Seine Lehrer beschrieben ihn als „geistig langsam, ungesellig und immer in seine törichten Träume abschweifend.“ Er wurde von der Schule verwiesen, und der Zugang zur Technischen Hochschule Zürich wurde ihm verweigert.

  3. Henry Ford scheiterte und ging fünfmal pleite, bevor er schließlich seinen weltweiten Erfolg erreichte.

  4. Ludwig van Beethoven war so ungeschickt mit der Violine, dass er nur seine eigenen Kompositionen spielte, anstatt seine Technik zu verbessern. Sein Lehrer nannte ihn hoffnungslos als Komponist.

  5. Virgin-Gründer Richard Branson litt einst an einer Lese-/Schreibschwäche. Das zeigte sich in schlechten Noten. Ihn hielt das aber nicht davon ab, ein Plattenlabel, eine Fluggesellschaft sowie viele weitere Unternehmen zu gründen.


Mit Blick auf diese Persönlichkeiten und auch auf die Idee, dass "aufstehen, Krone richten, weiter machen" nicht nur zum Leben dazu gehört, sondern vor allem wirklich bereichernd sein kann, möchte ich Ihnen empfehlen:


  • Scheitern gehört zum Leben dazu. Wieso nicht daraus etwas Gutes machen?

  • Scheitern heißt Wachstum und Fortschritt.

  • Wachstum stärkt dich und lässt dich persönlich wachsen

  • Durch Scheitern wird man dankbarer für Erfolge und nimmt sie nicht für selbstverständlich.


Ich persönlich habe sowohl privat als auch beruflich bereits einige, teilweise herbe, Niederlagen erleben müssen. Insofern schreibe ich diese Zeilen nicht nur als Coach, sondern auch als Mensch und Gegenüber auf Augenhöhe. Auch mir haben in schwierigen Situationen vor allem Abstand, externe Unterstützung, Fokussierung auf meine Ressourcen und Optimismus (alles Grundsäulen der Resilienz) geholfen.


Wie sehr gehört Scheitern zu Ihrem Leben und Ihrem Unternehmen dazu?

Wenn Sie ein persönliches Coaching zum Thema Scheitern oder Niederlagen unter dem Motto "Hinfallen, aufstehen, Krone richten" durchführen möchten, melden Sie sich gerne bei mir.

Ich freue ich mich auf eine Nachricht über das Kontaktformular.




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