Working Out Loud

Aktualisiert: 29. Aug.

Wie Sie mit selbstorganisiertem Lernen Ihre Entwicklung unterstützen.


Als Working Out Loud (WOL) wird eine Mentalität der Zusammenarbeit und auch eine darauf aufbauende Selbstlern-Methode bezeichnet.


Working out Loud (WOL) wurde erstmals 2010 von Bryce Williams in einem Blogartikel erwähnt. Er beschrieb WOL als einen Ansatz, um Wissen zu teilen, Netzwerke zu stärken und seine selbst gesteckten Ziele besser zu erreichen. Die Kernidee fasste Bryce wie folgt zusammen : Working Out Loud = Observable Work + Narrating Your Work. Also die eigene Arbeit sichtbar machen und darüber sprechen.


Mit WOL hat Bryce Williams damit in Worte gefasst, was sich mit der zunehmenden Relevanz von Blogs und sozialen Medien beobachten ließ: den Paradigmenwechsel für Wissensarbeiter weg vom "Wissenssammler", hin zum Teilen von Wissen: Relevant ist, wer bereitwillig sein Wissen teilt und hilft – nicht mehr wer das Wissen hortet und bewacht.

John Stepper nahm diesen Ansatz auf und entwickelte ihn weiter. 2015 veröffentlichte er das Buch „Working Out Loud: For a better career and life“, in dem er die Methode beschrieb. Auf seiner Website bot er weiterhin bis 2020 auch kostenlose Anleitungen, die „Circle Guides“ und die Möglichkeiten, seinen "Circle" zu finden, an.


Das Prinzip basiert auf selbstbestimmtem Lernen und dem Aufbau eines Netzwerkes. Ein Circle, also eine WOL-Gruppe, besteht aus 4 bis 5 Personen. Der Circle trifft sich über 12 Wochen lang jede Woche für eine Stunde, um die vorgeschriebenen Coaching-Aufgaben der WOL-Methode zu bearbeiten. Jedes Mitglied eines Circles setzt sich ein eigenes Lernziel, das entweder aus dem privaten oder beruflichem Bereich kommen kann.


Hier sind drei mögliche Lernziele:


• „Ich lerne etwas Neues aus dem Bereich XY, das mich beruflich weiterbringt!“

• „Ich erweitere mein Netzwerk, indem ich in dem internen Firmennetzwerk mehrere interessante Menschen zum Lunch-Date einlade.“

• „Ich erlerne das Hobby AB, da es mich schon seit Jahren interessiert!“





Working Out Lould basiert auf diesen 5 Prinzipien:


Relationships (= Beziehungen) :Aufbau eines sozialen Netzwerks und stabiler Beziehungen

Generosity (=Großzügigkeit): Wissen wird großzügig und ohne Erwartung an Gegenleistung geteilt.

Visible Work (= sichtbare Leistung/Arbeit): Die eigene Leistung und Fortschritt werden gezeigt („Woran ich arbeite und was meine Erkenntnisse sind!“).

Purposeful discovery (sinnvolle Entwicklung): Jeder verfolgt sein individuelles Lernziel und arbeitet auch neben diesem Ziel diszipliniert.

Growth Mindset: Durch Feedback und Hilfe der anderen Teilnehmer „wächst“ man und schafft es Veränderungen zuzulassen und sich weiterzuentwickeln. Die Komfortzone wird verlassen.


Speziell für Unternehmen ist es vorteilhaft WOL-Circle zu unterstützen, da WOL neben dem Netzwerkaufbau u. a. auch bei der Zielerreichung, dem Onboarding und der Förderung des agilen Arbeitens genutzt werden kann.


Aber auch im privaten Bereich oder unter Selbstständigen kann die WOL-Methode problemlos genutzt werden. Die WOL-Methode ist einfach zu erlernen, (fast) kostenlos in der Ausführung, problemlos virtuell nutzbar und wunderbar geeignet, um eigene Ziele schneller zu erreichen und sich ein gutes Netzwerk aufzubauen. Deshalb gibt es auch in vielen größeren Städten und auch , Online bereits seit einigen Jahren vielfältige Working Out Loud-Circle.


 

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