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Führungsinstrument Delegation

Aktualisiert: 29. Aug. 2022

Warum wirksame Delegation eines der wichtigsten Führungsinstrumente ist.



Bestimmt kennen Sie das: Sie haben viele Ideen, viele Projekte, viel Aufgaben - doch der Tag hat nur 24 Stunden. Insofern sind insbesondere Führungskräfte darauf angewiesen, zu delegieren. Doch wirksame Delegation will gelernt sein. Erfahren Sie hier, wie Sie am besten Aufgaben abgeben und dabei mögliche Hürden umgehen können.


Führungsverantwortung zu übernehmen, bedeutet auch loszulassen. Viele alltäglichen Aufgaben können und sollten Führungskräfte nicht mehr selbst erledigen – schlichtweg, weil die Zeit dafür fehlt, da strategische Fragestellungen Priorität haben. Vor allem aber stellen sie die Motivation ihrer Mitarbeiter sicher, wenn sie ihnen mehr Verantwortung übertragen. In der Konsequenz wird das Team leistungsfähiger und selbstständiger. Die Voraussetzung ist ein Gespür dafür, welche Aufgaben bei welchen Mitarbeitern am besten aufgehoben sind – und die Bereitschaft, alle dafür notwendigen Informationen weiterzugeben.


Aber wie viel Verantwortung kann man überhaupt abgeben? Muss sie nicht immer bei der Führungskraft verbleiben – oder lässt sie sich auch übertragen? Um dies zu beantworten, ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass es verschiedene Verantwortungstypen gibt:

  • Gesamtverantwortung

  • Entscheidungsverantwortung

  • Ausführungsverantwortung.


Was sind denn jetzt die Vorteile des Delegierens?


Durch das Delegieren von Aufgaben werden die Effizienz und Produktivität gesteigert. So können Sie sich als Führungskraft auf Aufgaben aus ihrem Kernkompetenzbereich konzentrieren. Zudem gewinnen Mitarbeiter durch neue Aufgaben an Kompetenz, Erfahrung und auch Selbstbewusstsein. Nicht zu vergessen, dass Mitarbeiter selbst ermächtigt werden und auch zukünftig selbstständiger arbeiten können.


Sie werden ihren Fokus steigern können und die passenden Aufgaben von Experten erledigen lassen können. Zu guter Letzt steigert das richtige Delegieren die Motivation (ihre und die ihrer Mitarbeiter) und Kommunikation aller Beteiligten.


Das wichtigste Argument für Delegation ist jedoch das Thema Selbstführung. Die meisten Führungskräfte haben schlicht und ergreifend so viel operative Verantwortung, dass sie einfach Aufgaben und Projekte delegieren müssen, um sich auch strategischen Themen zuwenden zu können.


Im Führungskräfte-Coaching spüre ich immer wieder, dass operative Überlastung und zu wenig Delegation untrennbar miteinander verbunden sind. Oft geht es dann darum, zunächst diese Perspektive zu entwickeln und dann die Führungskraft aktiv dabei zu unterstützen, mehr zu delegieren und so auch mehr Verantwortung in’s Team zu geben.


„Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muß genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen, und genügend Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.“ (Theodor Roosevelt)

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