Virtuelles Team-Building

Aktualisiert: 29. Aug.

Wie virtuelle Teams vertrauensvoll zusammen arbeiten.



Die Corona Pandemie hat unsere Welt und unsere Büros nachhaltig verändert. Virtuelle Zusammenarbeit für Teams ist dabei nicht immer ein Selbstläufer. Wie gelingt virtuelles Team-Building? Wie halte ich Kontakt zu meinem Team und meinen Kollegen über die Distanz? Welche digitalen Tools unterstützen mich dabei?


In meinen Live Online Trainings zum Thema Führung auf Distanz erarbeite ich gemeinsam mit den Teilnehmern individuelle Lösungsvorschläge, wie sie den Kontakt zum Team auch über die Distanz halten können.


Die beliebtesten Ideen:

  • virtuelles Kaffee (o.ä.) trinken

  • virtuelles Mittag (o.ä.) essen

  • virtuelles Daily StandUp

  • virtuelle Retrospektive

  • virtuelle Sprechstunde

  • virtuelle Team-Feiern

  • virtuelles Team-Building (Escape Rooms, Spielen etc.)


„Vertrauen ist neben transparenten Strukturen, Prozessen und digitalen Arbeitsmitteln der wichtigste Erfolgsfaktor virtueller Teams. Und Vertrauen entsteht vor allem durch gemeinsame, informelle Zeit mit den anderen Mitgliedern des Teams."


Hier können Sie ein "TeamCanvas Basic" downloaden und einen kurzer Selbstcheck zum Thema Führen im digitalen Zeitalter machen:



Mit Team-Building werden Gemeinsamkeiten der Teammitglieder sichtbar. Das führt zu einem starken Zusammengehörigkeitsgefühl und baut Vertrauen auf. Gerade Teams, die plötzlich ins Home Office wechseln mussten, stehen aufgrund der fehlenden Erfahrung von Remote Arbeit vor folgenden Herausforderungen:

  • Soziale Kontakte im Berufsalltag fehlen

  • Gefahr von Isolation im Home Office

  • Fehlende Kenntnis von effektiver Remote Arbeit

  • Fehlende Tool-Kenntnisse für optimales verteiltes Arbeiten o Fehlende private soziale Kontakte

  • Team-Building in remote Teams ist nicht unmöglich. Es ist lediglich anders als Team-Building bei Teams, die täglich in Person zusammenarbeiten.



Sie haben konkrete Fragen zum virtuellen Team-Building oder möchten Ihre eigene Situation reflektieren? Gern unterstütze ich Sie in Form eines 1:1 Live Online Coaching. Im Coaching "Start" nehme ich mir 45min Zeit zum Kennenlernen für Sie und Ihre Anliegen und gebe erste Impulse.






Praxiswirksame Tipps für Team-Building in virtuellen Teams:



Besprechungen ausschließlich mit Videokamera Wenn wir Menschen und deren Mimik und Gestik sehen, dann fällt es uns leichter die Stimmung der jeweiligen Person wahrzunehmen.1 Daher sollte die Kamera in virtuellen Meetings stets aktiviert sein. Sollte es tatsächlich Probleme mit der Bandbreite des Internets geben, sollte zumindest zu Beginn und zum Ende der Besprechung die Kamera kurz aktiviert werden. Idealerweise bleibt die Kamera jedoch während des ganzen Meetings an.


Die virtuelle Kaffeepause Die vielen zufälligen sozialen Interaktionen aus dem Büro (z.B. Smalltalk an der Kaffeeküche) finden im Home Office nicht automatisch statt. Deshalb sollten explizite Termine für den sozialen Austausch gefunden werden. Zum Beispiel virtuelles Kaffeetrinken, virtuelle Mittagspause, virtuelles Feierabendbier usw. Wichtig ist, dass es in diesen Treffen ausschließlich um persönliche Themen geht und nicht die aktuellen Projekte oder beruflichen Herausforderungen besprochen werden. Die Einladungen sollten an alle im Team gehen und auf Freiwilligkeit basieren. Alles kann, nichts muss.


Das virtuelle Team-Event Neben der virtuellen Kaffee- oder Mittagspause sind ebenso virtuelle Geburtstagsfeiern, Weihnachtsfeiern u.ä. wichtig für die Stimmung und den Zusammenhalt im Team. Zudem können auch dezidierte Team-Building Events veranstaltet werden: ein virtueller Escape Room, Online spielen (Schiffe versenken, Monopoly etc) oder ein digitaler Zeichen-Wettbewerb. Hier gilt es mit viel Fantasie, Kreativität und Offenheit zu denken!


Virtuelle Meetings interaktiv gestalten


Ein virtuelles Meeting tatsächlich interaktiv und derart zu gestalten, dass alle Teilnehmer gesehen und gehört werden, ist sicherlich herausfordernd. Mit diesen drei Basis-Tipps wird der Grundstein gelegt werden:

  • zum „CheckIn“ alle Teilnehmer „sichtbar“ - u.a. mit einem Eisbrecher (siehe unten); bei mehr als 12- 15 Teilnehmern nicht gesprochen, sondern eher über den Chat. Das Sichtbarmachen kreiert eine Verbindlichkeit für die Aufmerksamkeit in der Besprechung.

  • Visualisierungen nutzen – u.a. für Fragen zu einem Thema, für die Dokumentation von Arbeitsergebnissen oder auch ein (Zwischen)Fazit usw..

  • Kettenübungen - jeder kommt zu einer bestimmten Fragestellung zu Wort, einer beginnt und nominiert dann den Nächsten usw.)




Regelmäßig „Icebreaker“ in Meetings nutzen


Ice Breaker sind eine einfache Möglichkeit ein Meeting unterhaltsam zu beginnen. Zudem kann die Befindlichkeit jedes Einzelnen abgefragt werden. So entsteht Raum für sozialen Austausch und Interaktion im Team. Eisbrecher können aber auch nach einer Pause in längeren virtuellen Meetings oder Workshops eingesetzt werden. Dann diesen sie auch der Reaktivierung der Teilnehmer. Beispiele für Eisbrecher: Eisbrecherfragen; WarmUp-Karten; Tiere mit PostIt’s auf einem externen Whiteboard zeichnen; 1-10 abzählen (pro Teilnehmer nur eine Zahl, sobald zwei Personen zeitgleich etwas sagen, beginnt es von vorn); mein Befinden als Wetterbericht (Visualisierung auf einer Folie) u.v.a.m.



Bilder aus dem Privatleben teilen


Durch Fotos und Bilder aus dem Privatleben – zum Beispiel auf einem digitalen Whiteboard, in einer Power Point oder auch als (temporärer) Bildschirmhintergrund - werden gemeinsame Interessen und Hobbies sichtbar. Diese Sichtbarkeit wirkt sich positiv auf Vertrauen und Bindung im Team aus. Natürlich sollte dies freiwillig geschehen und ein sorgsamer Umgang mit diesen Bildern versteht sich von selbst.


Stimmungen durch Emojis oder GIF’s ausdrücken


“Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte”: Emojis oder GIF’s (animierte Bilder) helfen Emotionen und Gemütszustände zu transportieren. Viele Tools unterstützen Emojis oder GIF’s bereits und es lohnt sich, diese gezielt und dosiert einzusetzen. Zum Beispiel als CheckIn in eine virtuelle Besprechung oder als morgendlicher Gruß an’s Team oder auch am Ende eines Arbeitstages zum „CheckOut“.


Wertschätzung durch virtuelle Kudo-Karten


Mit virtuellen Kudo-Karten[1] Boards (zum Beispiel über die kostenlos nutzbaren Tools Trello oder Kudosbox) kann eine Wand der Wertschätzung erstellt werden.

Wertschätzung und positive Rückmeldungen sind generell förderlich für die Motivation der Mitarbeiter und wirken sich positiv auf das Klima im Team aus. Und ein regelmäßiges “Danke”, auch für kleine Dinge, macht den Unterschied; (nicht nur) in virtuellen Teams.


Regelmäßige Einzelgespräche


Dieser Tipp wirkt vermutlich etwas profan, ist dennoch in der Praxis wirksam. Jedes Mitglied im Team sollte sich jede Woche mit mindestens einem anderen Teammitglied 1:1 austauschen, zu beruflichen und / oder persönlichen Themen, je nach Bedarf. Dies sollte im besten Fall als Videokonferenz, alternativ als Telefonat stattfinden. Durch regelmäßige Einzelgespräche wird die soziale Nähe bzw. Verbindlichkeit im Team gestärkt.


[1] Kudos sind in der Regel eine schriftliche und öffentliche Danksagung an andere Teammitglieder. Sie werden häufig in agilen Teams eingesetzt.

Virtuelles Team Building
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Gern unterstütze ich auch Sie bzw. Ihr Team beim Erarbeiten konkreter Ideen und Lösungen für die virtuelle Zusammenarbeit bzw. virtuelles Team-Building: in Form eines Live Online Trainings, eines individuell konzipierten Workshops oder auch eines Webinars.


Kontaktieren Sie mich gern HIER, um Ihren Bedarf gemeinsam mit mir zu besprechen.


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