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Digital Leadership

Aktualisiert: 31. Aug. 2022

Wie verändert sich Führung im Kontext der Digitalisierung?



Der Begriff der Digitalisierung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Kaum eine Tageszeitung, kaum ein Wirtschaftsmagazin, kaum ein Unternehmen usw., das sich nicht intensiv damit auseinandersetzt bzw. auch auseinandersetzen muss. Dabei ist die Bedeutung des Begriffes meiner Beratererfahrung nach recht differenziert: Mal stehen digitale Technologie und Prozess im Vordergrund, mal wird von einem umfassenden kulturellen Transformationsprozess gesprochen und manchmal ist die konkrete Verwendung auch einfach unklar.


Im Folgenden soll unter Digitalisierung ein umfassender kultureller Wandel verstanden werden, ausgelöst durch technologische Neuerungen und Fortschritte, der das Leben und Arbeiten der Menschen grundlegend verändert. Diesbezüglich wird mitunter auch von „Arbeit 4.0“ – zur Vertiefung sei an dieser Stelle ausdrücklich das „Weißbuch der Arbeit“ empfohlen – oder „New Work“ gesprochen. Letzterer Begriff greift meines Erachtens jedoch zu kurz, da die Eckdaten der „New Work“ nichts anderes sind als die Arbeitsbedingungen der Tech-Branche, wie unter anderem im Silicon Valley seit bereits rund 20–30 Jahren.


Kennzeichnend für zeitgenössische Ansätze, Arbeit zu organisieren, ist, diese global vernetzt, orts- und zeitunabhängig zu organisieren, Mitarbeiter weniger autoritär, stattdessen visionär zu führen, Unternehmen weniger hierarchisch zu gestalten, stattdessen auf Selbstmanagement und Selbstverwirklichung zu setzen. Digitalisierung bildet insofern auch den Rahmen, in dem es notwendig erscheint, die Themen Führung, Management, Karriere usw. neu zu bestimmen.


Unternehmen müssen schnell, flexibel, innovativ und immer im Kontakt mit dem weltweiten Wettbewerb sein. Unternehmen müssen agil werden und gleichzeitig auch Stabilität vermitteln. Um dies zu ermöglichen, braucht es in den meisten Fällen eine grundlegende Veränderung der Unternehmenskultur und das Commitment jedes einzelnen Mitarbeiters. Vor allem aber braucht es ein grundlegend aktualisiertes Verständnis von Führung – „Leadership 4.0“, wenn man so will.



Hier können Sie ein "Digital Leadership Canvas" downloaden und einen kurzer Selbstcheck zum Thema Führen im digitalen Zeitalter machen:




Konsequenzen für die Führung


Unternehmen, die ihre Beschäftigten durch kontinuierlichen Wandel begleiten müssen und dabei mit menschlichen (Grund-)Laster wie Angst vor Veränderung und Unsicherheit sowie Unwillen, sich aus der Komfortzone zu bewegen, in Berührung kommen, ebenso wie Unternehmen, in denen ein „Das haben wir schon immer so gemacht“ die Unternehmenskultur bestens abbildet, brauchen neue Leitbilder für Führungskräfte und gleichermaßen brauchen Führungskräfte vielleicht nicht neue, aber zumindest andere Führungskompetenzen.


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