Agile Coaching
Wieviel Agilität darf es aktuell für Sie sein?

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Definition Agilität

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„Agil“ heißt zunächst einmal „flexibel, beweglich, regsam und wendig“. Agilität ist insofern keine neue Methode, sondern eine Grundhaltung und auch eine Arbeitsweise.

 

Im digitalen Zeitalter wird die Welt um uns herum schneller, dynamischer, turbulenter und vor allem komplexer. In diesem Zusammenhang wird oft das Akronym „VUKA“ bemüht. VUKA steht für: Volatilität (Flüchtigkeit); Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (Uneindeutigkeit). 

 

Ganze Märkte und Branchen stehen zunehmend unter Druck, Neuerungen kommen manchmal sprichwörtlich über Nacht und die durchschnittliche Lebenszyklusspanne erfolgreicher Unternehmen wird immer kürzer.  Unternehmen und Organisationen in der VUKA-Welt müssen also agiler werden, um sich den dynamischen, komplexen Herausforderungen des technologischen Zeitalters zu stellen. Agiler im Sinne von: reaktionsfähiger, schneller, dynamischer und anpassungsfähiger. Denn bewegliche Unternehmen, die sich dem Markt und ihren Kundenanforderungen schnell und flexibel anpassen können, sind erfolgreicher. 

 

Agilität meint insbesondere auch die Gewandtheit, Wendigkeit oder Beweglichkeit von Organisationen und Personen bzw. in Strukturen und Prozessen. Diese sollen flexibel mit unvorhergesehenen Ereignissen und neuen Anforderungen umgehen und auf Veränderungen nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv reagieren können.

Im unternehmerischen Kontext ist unter Agilität der Grad des flexiblen Handelns sowie die damit einhergehende Anpassungsfähigkeit zu verstehen. Statistiken zeigen, dass die Agilität von Unternehmen mit deren Alter korreliert, wobei ältere Unternehmen mit strikten Hierarchien wie erwartet deutlich starrer und inflexibler in Prozessen jeglicher Art sind. (Quelle: Agile Heroes)

 

Agilität – so meine persönliche Überzeugung – ist dabei längst nicht mehr eine vorübergehende Modeerscheinung für Technologie-Unternehmen. Im Gegenteil: Agilität ist meiner Überzeugung nach DAS Paradigma für Unternehmen, Führungskräfte, Teams und auch Privatpersonen im digitalen Zeitalter.

Geschichte der Agilität

​Agilität ist kein gänzlich neues Thema, denn der Begriff existiert bereits seit knapp 70 Jahren und tauchte seither schon in vielen Facetten und Abwandlungen auf. Seit Beginn der Digitalisierung ist das Konzept der Agilität immer bedeutsamer und aktueller geworden, weshalb der Begriff aus der modernen Arbeitswelt kaum noch wegzudenken ist. 

Der Ursprung des Konzepts liegt in den 1950er-Jahren und geht zurück auf den amerikanischen Soziologen Talcott Parsons. Er hat vier Anforderungen erkannt, die jedes System oder Unternehmen erfüllen muss, um erfolgreich und stabil zu existieren. 

Konkret spricht Parsons von folgenden Kriterien: 

Ein System muss dazu in der Lage sein:

 

1. auf äußere Bedingungen zu reagieren (Adaption);

2. Ziele zu definieren und zu verfolgen (Goal Attainment); 

3. Zusammenhalt herzustellen und zu gewähren (Integration) und 

4. grundlegende Strukturen aufrechtzuerhalten (Latency). 

Nimmt man die Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe und führt sie zusammen, so erhält man das sogenannte AGIL-Schema.

Im Laufe der Zeit hat sich das AGIL-Schema weiterentwickelt und an moderne Anforderungen angepasst. Gegenwärtig gewinnt das Thema Agilität im Zuge der Diskussion um die Industrie 4.0 wieder mehr an Aktualität und Gehör. 

Anfang der 2000er-Jahre rückte auch der Begriff „Agile Softwareentwicklung“ massiv in den Fokus und ist bis heute relevant. 

Vorangetrieben wurde die Agile Softwareentwicklung unter anderem durch das „Agile Manifest“ – eine Art Rahmenwerk für Softwareentwickler, die agil entwickeln und von den Vorteilen der Agilität profitieren möchten. Zudem profitiert die agile Software-Entwicklung stark vom Rahmenwerk (engl. Framework) SCRUM. Laut den Agile Heroes werden aktuell mehr als 90 Prozent aller agilen Projekte mit Scrum gemanagt.  

Die Agile zwiebel

Der Begriff „Agilität“ bezieht sich auf unterschiedliche Ebenen, die mit dem Sinnbild der „agilen Zwiebel“ sehr schön dargestellt werden können.
Dabei gibt es einen großen und wichtigen Unterschied zwischen „doing agile“ – also agile Methoden und Praktiken anzuwenden – und „being agile“ – die Eigenschaft und Fähigkeit, selbst rege zu sein und flexibel auf Veränderungen zu reagieren.
 

Als Agile Coach arbeite ich gemeinsam mit meinen Kunden an unterschiedlichen „Schichten“ der Zwiebel, zum Beispiel:  

  • Schulung agiler Methoden wie Design Thinking, Kanban, Retrospektiven oder Praktiken (Scrum);

  • Einführung agiler Prinzipien (zum Beispiel Netzwerk vor Hierarchie, Talente vor Titel, Abliefern vor Planung, Sinn vor Profit, Transparenz vor Geheimnisse)

  • Einführung agiler Werte (Fokus, Offenheit, Respekt, Mut, Kommunikation) oder auch 

  • Entwicklung eines agilen Mindsets (kontinuierliche Entwicklung und iteratives Lernen.).

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Was macht eigentlich ein Agile Coach?

Ein agiler Coach vereint agiles Methoden-Knowhow und Prozessbegleitungskompetenz als sogenannter Facilitator (siehe auch Facilitation). Zudem ist er Berater, Trainer, Sparringspartner, Mediator, Coach (von Teams und ganzen Bereichen) und noch vieles andere mehr, also ein echter „Alleskönner“

Zudem bringt der Agile Coach viele Jahre Arbeitserfahrung mit, hier sind u.a. Themen wie IT-Knowhow, Training, Projektmanagement, Produktentwicklung oder Organisationsentwicklung gefragt. 

 

Bei dieser Vielfalt sollte sich jeder agile Coach auf einige Schwerpunkte in seiner Arbeit fokussieren und sich diese bewusst machen, die Erwartungen seiner Kunden gut kennen und Wert auf eine intensive Auftragsklärung legen.

 

Eine gute Übersicht zu den verschiedenen Rollen eines agilen Coaches zeigt die Erweiterung des Agile Coaching Competency Frameworks von Jonathan Kessel-Fell (2019).  Mehr Informationen und das Schaubild finden Sie in meinem meinem Blog-Beitrag zum Thema.

 

Ich persönlich sehe den Fokus als freiberuflicher Agile Coach in der Begleitung und Unterstützung von Unternehmen und Organisationen bei ihrer agilen Transformation. Ich hole meine Kunden genau da ab, wo sie aktuell stehen, definiere gemeinsam realistische und sinnvolle Ziele und bin auch bei der Durchführung und Umsetzung konkreter Maßnahmen dabei. 

Wie ich Unternehmen unterstützen kann:

Im Einzel- und Team-Coaching unterstütze ich als Sparringspartner dabei eine agile Haltung zu entwickeln.  

Dabei sind die konkreten Themen ebenso vielfältig wie meine Klienten und deren Organisationen.

In Trainings und Schulungen mit Führungskräften bearbeite ich vielfältige Aspekte der agilen Führung: vom Führen selbstorganisierter Teams über die Entwicklung einer agilen Lern- und Fehlerkultur bis hin zur individuellen Selbstreflexion.

Als Facilitator arbeite ich gemeinsam mit Teams in Form von Workshops an Ihren individuellen und aktuellen Themen. Dabei bin ich konzeptionell, beratend und durchführend tätig.  

In einer beratenden Rolle arbeite ich gemeinsam mit Unternehmen und Organisationen an Themen wie StrukturenProzessenVerantwortlichkeiten und Unternehmens- und Führungskultur.

Dabei gehe ich stets iterativ vor und nutze auch Agile Methoden.